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Arona
Piemont

Arona

Beliebter Touristenort am Westufer des Lago Maggiore

Arona liegt am Südwestufer des Lago Maggiore, dort, wo der See sich verengt und wenige Kilometer weiter südlich bei Sesto Calende in den Fluss Tessin übergeht. Die Stadt gehört zur Provinz Novara im Piemont und zählt rund 13.700 Einwohner. Gegenüber, auf der lombardischen Seeseite, liegt Angera mit seiner Burg. Diese enge Stelle des Sees haben schon die Borromäer als strategischen Punkt genutzt, und genau daraus erklärt sich vieles, was Arona heute ausmacht.   Anders als die Hotelorte am oberen Seeufer ist Arona zuerst eine lebendige Kleinstadt und erst danach ein Touristenort. Die Uferpromenade und die Fußgängerzone gehören den Einheimischen genauso wie den Gästen, es gibt einen Bahnhof mit dichten Verbindungen und einen Alltag, der nicht nur um die Saison kreist....

Arona liegt am Südwestufer des Lago Maggiore, dort, wo der See sich verengt und wenige Kilometer weiter südlich bei Sesto Calende in den Fluss Tessin übergeht. Die Stadt gehört zur Provinz Novara im Piemont und zählt rund 13.700 Einwohner. Gegenüber, auf der lombardischen Seeseite, liegt Angera mit seiner Burg. Diese enge Stelle des Sees haben schon die Borromäer als strategischen Punkt genutzt, und genau daraus erklärt sich vieles, was Arona heute ausmacht.

 

Anders als die Hotelorte am oberen Seeufer ist Arona zuerst eine lebendige Kleinstadt und erst danach ein Touristenort. Die Uferpromenade und die Fußgängerzone gehören den Einheimischen genauso wie den Gästen, es gibt einen Bahnhof mit dichten Verbindungen und einen Alltag, der nicht nur um die Saison kreist. Wer den Lago Maggiore ohne den Trubel von Stresa erleben will, findet hier eine ruhigere, bodenständigere Basis, von der aus sich das ganze Südbecken des Sees gut erschließen lässt.

Der bekannteste Sohn der Stadt ist Karl Borromäus, geboren 1538 auf der Burg oberhalb von Arona. Der spätere Erzbischof von Mailand und Heilige prägt den Ort bis heute: Ihm ist die Kolossalstatue gewidmet, die über der Stadt aufragt, und sein Name taucht an Kirchen, Plätzen und im Stadtbild immer wieder auf. Arona ist damit weniger ein Postkartenmotiv als ein Ort mit eigener Geschichte, den man in ein bis zwei Tagen gut zu Fuß kennenlernt.

Der San Carlone, die begehbare Kolossalstatue

Das Wahrzeichen von Arona ist der Sancarlone, im Ort meist San Carlone genannt: eine Kolossalstatue des Karl Borromäus auf dem Hügel des Sacro Monte, etwas außerhalb des Zentrums. Die Figur selbst misst 23,40 Meter, mit dem Sockel von 11,70 Metern kommt das Denkmal auf rund 35 Meter Gesamthöhe. Damit war es nach seiner Fertigstellung 1698 lange die höchste begehbare Statue der Welt und blieb es bis zum Bau der Freiheitsstatue in New York.

Errichtet wurde die Statue zwischen 1614 und 1698 nach einem Entwurf von Giovanni Battista Crespi, genannt il Cerano. Der Kern besteht aus Mauerwerk und einem Gerüst aus Eisen und Holz, verkleidet mit Kupferblech; Kopf und Hände sind aus Bronze gegossen. Über eine Treppe im Inneren steigt man bis in den Kopf hinauf und blickt durch kleine Öffnungen in den Augen und den Ohren auf den See und die Ebene. Der Aufstieg ist eng und steil und für Menschen mit Höhenangst oder Platzangst nicht ideal.

Der San Carlone lässt sich in der Regel von Mitte März bis Ende Oktober besichtigen, üblicherweise vormittags von etwa 9 bis 12.30 Uhr und nachmittags von 14.30 bis 18 Uhr. Da die Zeiten je nach Saison schwanken, lohnt ein Blick auf die aktuellen Angaben vor Ort. Wer nicht hinaufsteigen möchte, sollte trotzdem hinauffahren: Vom Fuß der Statue reicht der Blick über das Südbecken des Lago Maggiore, und der Park ringsum eignet sich gut für eine Pause.

Die Rocca und der Parco della Rocca Borromea

Über der Stadt lag einst die Rocca di Arona, die Burg, auf der Karl Borromäus geboren wurde. Die Festung kontrollierte gemeinsam mit der gegenüberliegenden Burg von Angera die Engstelle des Sees. Napoleons Truppen schleiften die Anlage um 1800, sodass heute nur noch Ruinen und Mauerreste erhalten sind. Das Gelände ist als Parco della Rocca Borromea öffentlich zugänglich und kostenlos.

Der Weg hinauf führt durch einen weitläufigen Grünzug mit altem Baumbestand. Oben angekommen hat man einen der schönsten Ausblicke der Gegend: direkt hinunter auf die Dächer von Arona, hinüber zur Burg von Angera und über die Wasserfläche des Sees. Der Park ist ein guter Kontrast zum belebten Ufer und lässt sich in einem knappen Vormittag mit dem Zentrum verbinden.

Altstadt, Seepromenade und Piazza del Popolo

Das Herz von Arona ist die Piazza del Popolo direkt am Wasser, ein langgezogener Platz mit Arkaden, Cafés und Blick auf den See. Von hier zieht sich die Altstadt mit engen Gassen und der Fußgängerzone ins Landesinnere. Sehenswert ist die Kollegiatkirche Santa Maria Nascente aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, in der ein Altarbild von Gaudenzio Ferrari hängt, sowie die Kirche Santa Maria di Loreto, vollendet 1592.

Am eindrücklichsten ist aber die Seepromenade. Sie verläuft über mehrere hundert Meter am Ufer entlang, gesäumt von Platanen, Blumenbeeten und Bänken, und gibt den Blick frei auf Angera und die gegenüberliegende Burg. Am Abend ist die Promenade Treffpunkt für einen Spaziergang oder einen Aperitivo. Von der Anlegestelle starten außerdem Kursschiffe und Ausflugsboote, die die Orte am Südbecken des Sees verbinden.

Ausflüge in die Umgebung

Arona ist ein guter Ausgangspunkt für das gesamte piemontesische Seeufer. Nur wenige Kilometer nördlich liegt Stresa, von wo aus die Borromäischen Inseln mit ihren Gärten und Palästen per Schiff erreichbar sind. Weiter am Ufer folgen Baveno mit seinen rosafarbenen Granitbrüchen und Verbania, bekannt für den botanischen Garten der Villa Taranto.

Nach Westen sind es rund 20 Kilometer zum kleineren, ruhigen Lago d'Orta mit dem Städtchen Orta San Giulio und der Klosterinsel San Giulio. Wer Kultur und Einkaufen sucht, erreicht die Provinzhauptstadt Novara mit ihrer markanten Kuppel in gut einer halben Stunde. Und direkt gegenüber lädt Angera zur Fahrt über den See ein, dessen Burg mit ihrem Puppenmuseum sich gut mit dem Blick von der Rocca in Arona zu einem Tag verbinden lässt.

Anreise und beste Reisezeit

Der nächste Flughafen ist Mailand-Malpensa, rund 30 Kilometer südöstlich von Arona. Vom Terminal fahren Direktbusse und über Gallarate auch Zugverbindungen zum Bahnhof Arona, die Fahrt dauert je nach Anschluss etwa 40 bis 50 Minuten. Der Bahnhof selbst ist ein wichtiger Knotenpunkt an der Strecke Domodossola-Mailand: Von Milano Centrale erreicht man Arona ohne Umsteigen, die Stadt liegt gut 65 Kilometer nordwestlich von Mailand.

Mit dem Auto führt aus Norden die Autobahn A26 vom Simplon und Gotthard her direkt am Westufer entlang; aus Mailand nimmt man die A8 und A26. In der Altstadt gilt teils eine verkehrsberuhigte Zone, Parkplätze finden sich entlang der Uferstraße und an den Rändern des Zentrums. Aus Österreich fährt man von Wien über die A2 und den San-Bernardino- oder Gotthard-Tunnel in etwa acht bis neun Stunden; aus der Schweiz ist Arona von Zürich über den Gotthard in rund zweieinhalb Stunden erreichbar.

Die beste Reisezeit sind Frühjahr und Herbst. Von April bis Juni stehen die Gärten der Region in Blüte, das Wetter ist mild und die Orte sind noch nicht überlaufen; September und Oktober bringen warme Tage, klare Fernsicht und ruhigere Promenaden. Der Hochsommer ist die lebhafteste, aber auch vollste und schwülste Zeit am See. Im Winter geht es deutlich stiller zu, viele Ausflugsboote und die Statue pausieren, dafür zeigt sich Arona dann von seiner alltäglichen, unaufgeregten Seite.

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Über den Autor

Marcus

Mitgründer von italien.de Reiseziele und Küche

Marcus fährt seit 2002 mehrmals im Jahr nach Italien, vom Norden bis in den Süden, mit einer Schwäche für die Toskana rund um Siena und Florenz. Zu Hause steht er nach Nonna-Art am Herd, und über seine Carbonara lässt er nicht mit sich verhandeln.

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Beste Reisezeit für Arona

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Klima im Jahresverlauf

Am angenehmsten: April bis Juni sowie September bis Oktober.

Beste ReisezeitÜbrige Monate

Wo liegt Arona?

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Klimatabelle Arona: Monat für Monat

In Arona ist der Juli mit 29 Grad am Tag der wärmste Monat, am kühlsten bleibt es im Januar mit 7 Grad. Am meisten Regen fällt im November (153 mm), am wenigsten im Januar (52 mm).

MonatTagNachtRegenEinordnung
Jan7 °C-2 °C52 mmWinter
Feb9 °C-1 °C63 mmWinter
Mär14 °C3 °C72 mmKühl
Apr18 °C7 °C89 mmAngenehm
Mai22 °C12 °C119 mmAngenehm
Jun26 °C15 °C94 mmWarm
Jul29 °C17 °C67 mmWarm
Aug28 °C17 °C97 mmWarm
Sep23 °C13 °C92 mmAngenehm
Okt17 °C9 °C112 mmAngenehm
Nov11 °C3 °C153 mmKühl
Dez7 °C-1 °C57 mmWinter

Klimanormalwerte 1991 bis 2020 (Tageshöchst- und Tiefstwerte, Monatsniederschlag) aus TerraClimate, 4-km-Raster, gerundet.

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Gut zu wissen

Informationen

Informationen über Arona

Region Piemont
Provinz Novara
Einwohner­zahl 14.152
Provinzkürzel NO
Postleitzahl 28041
Vorwahl 0322
Prominente Bürger Karl-Borromäus (Kardinal)
Städte­partnerschaft Compiègne (Frankreich)
Arona (Spanien)
Huy (Belgien)
Geschichte Die Stadt hat eine wechselvolle Geschichte unter verschiedenen Herrschern vorzuweisen
Lage Am Südwest-Ufer des Lago Maggiore gelegen

 

Häufige Fragen

Arona: Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten für deine Reiseplanung auf einen Blick.

Kann man die San-Carlone-Statue in Arona besteigen?
Ja, der San Carlone ist von innen begehbar und du kannst über zwei Wendeltreppen bis in den Kopf steigen. Die Kolossalstatue des heiligen Carlo Borromeo misst mit Sockel 35,10 Meter, die Figur selbst 23,5 Meter. Nach oben blickst du durch Öffnungen in Augen, Ohren und Nase auf den Lago Maggiore. Bei ihrer Vollendung 1698 war sie die höchste begehbare Statue der Welt, bis die Freiheitsstatue sie 1886 ablöste.
Was ist von der Rocca di Arona heute noch übrig?
Von der Rocca di Arona sind nur noch Ruinen erhalten, weil die Festung unter Napoleon geschleift und bis 1801 abgetragen wurde. Heute liegt an ihrer Stelle der frei zugängliche Parco della Rocca mit weitem Blick über die Stadt und das Südufer bis nach Angera. In der Festung wurde 1538 Carlo Borromeo geboren, dem der nahe San Carlone gewidmet ist.
Wie kommt man von Mailand nach Arona?
Von Mailand fährst du ohne Umsteigen mit dem Regionalzug in rund einer Stunde bis Bahnhof Arona. Die Trenord-Regionalbahn (Linie Domodossola-Gallarate-Milano) verkehrt ab Milano Centrale und Porta Garibaldi mehrmals stündlich. Der Bahnhof von Arona liegt direkt am See, wenige Gehminuten von der Seepromenade und der Altstadt entfernt.
Wann ist die beste Reisezeit für Arona am Lago Maggiore?
Die beste Reisezeit für Arona ist von Mai bis Oktober, wenn es warm genug für die Seepromenade, Bootsfahrten und den Aufstieg im San Carlone ist. Im Hochsommer (Juli und August) ist es am vollsten, während Mai, Juni und September mildes Wetter mit weniger Andrang bieten. Im Winter sind viele Sehenswürdigkeiten wie die begehbare Statue nur eingeschränkt geöffnet.
Lohnt sich die Fähre von Arona nach Angera?
Ja, die kurze Überfahrt über den See nach Angera lohnt sich, vor allem für die gut erhaltene Rocca di Angera am gegenüberliegenden Ufer. Die öffentlichen Fähren der Navigazione Laghi verbinden Arona mit Angera in wenigen Minuten. Anders als die zerstörte Rocca di Arona ist die Rocca Borromeo di Angera erhalten und beherbergt unter anderem ein Puppenmuseum.
Was kann man in Arona direkt am See machen?
In Arona bummelst du über die lange Seepromenade am Südufer des Lago Maggiore mit Blick auf Angera und die Rocca gegenüber. Rund um die Piazza del Popolo und den Corso liegen Cafés, Eisdielen und Restaurants mit Seeblick. Von hier starten auch Ausflugsboote, und der Aufstieg zum San Carlone sowie zum Parco della Rocca ist in wenigen Minuten erreichbar.
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