Der Lago Maggiore ist der zweitgrößte See Italiens und liegt gleich in zwei Ländern: Rund drei Viertel der Fläche gehören zu Italien, ein Viertel zum Schweizer Kanton Tessin. Auf der italienischen Seite teilen sich die Regionen Piemont und Lombardei das Ufer. Steile Voralpenhänge rahmen das langgestreckte Becken ein und geben dem See sein unverwechselbares Bild aus Wasser, Bergen und Palmenpromenaden.
Das milde, fast subtropische Klima ist das große Pfund dieser Region. Palmen, Kamelien, Azaleen und Zitrusbäume gedeihen an geschützten Ufern und machen den Lago Maggiore zu einem Paradies für Gartenfreunde. Berühmt sind vor allem die Borromäischen Inseln mit ihren barocken Palästen und Terrassengärten, die aus dem Wasser aufzusteigen scheinen.
Wer den Lago Maggiore bereist, kombiniert Seeurlaub mit Bergnähe. Von den Uferstädten wie Stresa und Verbania aus erreichst du Inseln, Gärten und Aussichtsberge, während im Hinterland Wanderwege und ruhige Täler warten. So passt der See für einen entspannten Badeaufenthalt genauso wie für einen aktiven Urlaub.
Orte am Lago Maggiore
Die Nachfrage am Lago Maggiore sitzt oft am einzelnen Ort. Diese Städtchen sind gute Ausgangspunkte für deinen Urlaub:
- Stresa gilt als das Tor zu den Borromäischen Inseln. Von der eleganten Uferpromenade legen die Boote zu Isola Bella und Isola Madre ab, und die Seilbahn führt hinauf zum Aussichtsberg Mottarone.
- Verbania ist die größte Stadt am See und berühmt für die botanischen Gärten der Villa Taranto.
- Arona liegt am Südufer gegenüber der Festung Rocca di Angera und ist über die Autobahn und Bahn gut erreichbar.
- Cannobio im Norden lockt mit mittelalterlicher Altstadt und einem der größten Wochenmärkte der Region.
- Luino auf der lombardischen Seite ist vor allem für seinen traditionsreichen Dienstagsmarkt bekannt.
Baden am Lago Maggiore und beste Reisezeit
Zum Baden findest du am Lago Maggiore öffentliche Lidos mit Liegewiesen und Zugang zum Wasser, dazu freie Buchten und Kiesstrände entlang beider Ufer. Viele Uferorte wie Cannobio, Ispra oder Dormelletto haben ausgewiesene Badestellen. Für Familien sind die flach ins Wasser abfallenden Lidos angenehm.
Die beste Badezeit liegt zwischen Juni und September, am wärmsten wird das Wasser im Hochsommer. Frühling und früher Herbst eignen sich dagegen besonders für Gärten, Wanderungen und Bootstouren, weil die Region dann grün und weniger voll ist. Verlässliche Live-Messwerte für Binnenseen gibt es nicht, deshalb nennen wir hier bewusst keine Tagestemperatur. Eine ehrliche Orientierung zur besten Badezeit an den italienischen Seen findest du auf unserer Seite zur Wassertemperatur.
Aktivitäten am Lago Maggiore
Das Herzstück eines Urlaubs am Lago Maggiore sind die Borromäischen Inseln vor Stresa. Auf der Isola Bella beeindruckt der Palazzo Borromeo mit seinem barocken Terrassengarten, die Isola Madre trägt einen weitläufigen englischen Park, und die Isola dei Pescatori bewahrt das ursprüngliche Leben eines Fischerdorfs.
Rund um den See reihen sich weitere Höhepunkte. In Verbania blüht der botanische Garten der Villa Taranto mit Tausenden Pflanzenarten. Von Stresa aus bringt dich die Seilbahn auf den Mottarone, von dem sich bei klarer Sicht ein Blick über See und Alpenkette öffnet. Mit den Passagierschiffen der Seeflotte lassen sich mehrere Orte an einem Tag verbinden, und im Hinterland führen Wanderwege durch die Täler und Berge der Voralpen.
Lago Maggiore in Zahlen
Der Lago Maggiore trägt auf Italienisch den Namen Lago Maggiore (auch Verbano), auf Deutsch heißt er Langensee. Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:
- Fläche: rund 212 km² (zweitgrößter See Italiens nach dem Gardasee)
- Maximale Tiefe: rund 372 Meter
- Höhe über dem Meer: rund 193 Meter
- Länge: rund 65 Kilometer bei einer Breite von meist drei bis fünf Kilometern
- Uferregionen: Piemont und Lombardei (Italien) sowie das Tessin (Schweiz)
- Italienischer Name: Lago Maggiore, auch Verbano
Der Lago Maggiore als musikalisches Urlaubsziel
"Seine Täler, seine Blüten": So wird für die italienische Region rund um den Lago Maggiore geworben. Wahre Blüten bietet die Region in architektonischer, kultureller und landschaftlicher Hinsicht in beiden Staaten, in Italien und der Schweiz.
Im Schweizer Kanton Tessin liegt ein Viertel der Fläche des Lago Maggiore, in Italien etwa drei Viertel. Die am See gelegenen italienischen Regionen Piemont und Lombardei zeigen mit ihren Dörfern und Küstenstädten eine fast maritime Atmosphäre. Eingerahmt sind sie von den Voralpen, die sich steil an den Seeufern aufrichten. Auf kleinen Inseln liegen die Schlossruinen von Cannero. Drei Inselchen im mittleren See zeigen barocke Baukunst (Isola Bella), Gartenbaukunst (Isola Madre) und authentisches Leben am See (Isola dei Pescatori). Am unteren Lago Maggiore wandert man im Alto Vergante und besucht charmante Städtchen wie Belgirate und Massino.
Ein Event der Extraklasse ist das Musik-, Tanz- und Theaterfestival Tones on the Stones. In ehemaligen Steinbrüchen rund um den See finden hier Veranstaltungen statt, bei denen die einzigartige Untertagewelt einbezogen wird. Zahlreiche Kunsthandwerkermärkte und historische Feste ermöglichen einen abwechslungsreichen Aufenthalt, genau wie Fahrten auf dem See mit einem der Passagierschiffe.
Der schweizerische Lago Maggiore
Das internationale Filmfestival von Locarno lockt alljährlich im August Stars und Sternchen an die Ufer des schweizerischen Teils des Lago Maggiore. In mediterranem Flair mit Palmen und Zitronenbäumen streift man durch romantische Altstadtgassen und besucht das Castello Visconteo sowie die Wallfahrtskirche Madonna del Sasso. Oberhalb des Lago Maggiore locken die Schweizer Skigebiete Schnee-Fans an. Für Musikfreunde ist das Festival "Moon and Stars" im Juli eine lohnende Wahl. Der Fluss Maggia trennt Locarno von Ascona. In Ascona geht man Ende Juni zum Jazz-Festival Jazzascona. Golf kann man vor der Kulisse des Lago Maggiore oder im Norden der Stadt in den sanften Hügeln des Tessins spielen. Etwa 9 km südwestlich von Ascona liegt der malerische Ort Brissago, in dem man eine Zigarrenmanufaktur besichtigen kann. Gegenüber von Ascona am anderen Ufer des Sees liegt San Nazzaro mit einem herrlichen botanischen Garten.










