Villa Romana del Casale
Die Villa Romana del Casale gehört seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe..
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Enna thront auf rund 930 Metern über dem Landesinneren Siziliens und ist damit die höchstgelegene Provinzhauptstadt Italiens. Die Altstadt liegt auf einem langgestreckten Felsrücken des Monte San Giuliano, von dem der Blick weit über die Hügel der Insel bis zum Ätna reicht. Wegen dieser Lage tragen die Einwohner ihre Stadt seit jeher zwei Beinamen nach: "Belvedere della Sicilia", die Aussichtsterrasse Siziliens, und "ombelico della Sicilia", der Nabel der Insel, weil Enna fast exakt in ihrer Mitte liegt.
Die Stadt teilt sich in zwei Ebenen. Oben liegt Enna Alta, der historische Kern mit den Kirchen, Palästen und der Burg. Unten im Tal breitet sich Enna Bassa aus, der jüngere Teil mit Bahnhof, Wohnvierteln und der Anbindung an die Autobahn. Wer Enna besucht, verbringt fast die gesamte Zeit oben in der Altstadt, wo sich die Sehenswürdigkeiten entlang der Via Roma aneinanderreihen.
Enna ist keine Küstenstadt und keine laute Metropole, sondern ein ruhiger Höhenort mit langer Geschichte. Griechen, Römer, Araber, Normannen und Staufer haben hier ihre Spuren hinterlassen. Diese Schichten machen den Reiz aus: eine kompakte Altstadt, in der antike Mythologie, mittelalterliche Wehrarchitektur und weite Panoramen direkt nebeneinander liegen.
Am östlichen Ende der Altstadt steht das Castello di Lombardia, eine der größten mittelalterlichen Burganlagen Siziliens. Kaiser Friedrich II. ließ sie im 13. Jahrhundert auf den Resten einer arabischen Festung ausbauen. Ursprünglich zählte die Anlage etwa 20 Türme, von denen heute noch sechs erhalten sind. Der höchste, die Torre Pisana, lässt sich besteigen und bietet an klaren Tagen einen Rundblick, der bis zum Ätna und über weite Teile der Insel reicht. Der Zutritt zum Burghof ist frei, für den Turm wird ein kleiner Eintritt fällig.
Direkt neben der Burg erhebt sich die Rocca di Cerere, ein markanter Felsvorsprung. In der Antike stand hier ein Heiligtum der Getreide- und Fruchtbarkeitsgöttin Demeter, die die Römer als Ceres verehrten. Enna galt in der griechischen und römischen Welt als eines ihrer wichtigsten Kultzentren. Vom Felsen aus überblickst du dieselbe Landschaft, die schon in der Antike als heiliger Boden galt, und verstehst schnell, warum die Stadt so oft mit dem Wort Aussicht in Verbindung gebracht wird.
Das Herz der Altstadt ist die Via Roma, die sich über den Bergrücken zieht und an der die wichtigsten Bauten liegen. Der Duomo di Enna wurde im 14. Jahrhundert unter Königin Eleonora von Anjou gegründet und über die Jahrhunderte mehrfach umgebaut. Sein Inneres verbindet gotische Grundstruktur mit barocker Ausstattung: dunkle Basaltsäulen, eine hölzerne Kassettendecke und ein reich verzierter Innenraum. In den Seitenkapellen und im angeschlossenen Museum werden Sakralschätze der Stadt aufbewahrt.
Am anderen Ende der Stadt, im öffentlichen Park, steht die Torre di Federico II, ein achteckiger Turm aus dem 13. Jahrhundert mit rund 24 Metern Höhe. Der Grundriss aus acht Seiten erinnert an das Castel del Monte in Apulien, das ebenfalls auf Friedrich II. zurückgeht. Der Turm gehörte einst zu einer größeren Festungsanlage und diente vermutlich als Sommerresidenz. Zwischen Duomo und Turm lohnt sich der Bummel durch die schmalen Gassen mit ihren Aussichtsbalkonen über das Tal.
Rund 14 Kilometer südlich der Stadt liegt der Lago di Pergusa, praktisch der einzige natürliche See Siziliens. Der Legende nach spielte sich hier die Entführung der Proserpina ab: Hades, der Gott der Unterwelt, soll die Tochter der Demeter am Ufer dieses Sees geraubt haben. Aus dem Mythos leiteten die Antiken die Entstehung der Jahreszeiten ab, was gut zur Rolle Ennas als Demeter-Heiligtum passt. Heute umrundet den See eine Autorennstrecke, und das Gewässer steht zugleich als Naturschutzgebiet unter besonderem Schutz für Zugvögel. Für einen kurzen Abstecher mit Blick auf Wasser und Ufervegetation ist der See ein lohnendes Ziel.
Das bekannteste Ausflugsziel liegt gut eine halbe Stunde südlich: die Villa Romana del Casale nahe Piazza Armerina. Die spätrömische Villa aus dem 4. Jahrhundert bewahrt auf rund 3.500 Quadratmetern die größte und besterhaltene Mosaiksammlung der römischen Welt, darunter die berühmten Szenen der Sportlerinnen im Bikini. Seit 1997 steht die Anlage auf der UNESCO-Welterbeliste. Piazza Armerina selbst mit seiner mittelalterlichen Altstadt liegt nur wenige Kilometer davon entfernt und lässt sich gut mit dem Villenbesuch verbinden.
Nach Westen erreichst du Caltanissetta, eine weitere Höhenstadt im Landesinneren mit Kirchen und Palästen. Nach Osten öffnet sich die Landschaft zur Ostküste: Catania am Fuß des Ätna ist rund eine Stunde entfernt und verbindet Barockarchitektur mit dem größten aktiven Vulkan Europas. Von dort ist es nicht mehr weit bis Taormina und Giardini-Naxos an der Küste. Enna eignet sich damit gut als ruhige Basis, um das oft übersehene Inselinnere und die Ostküste an einem Tag zu kombinieren.
Der nächstgelegene Flughafen ist Catania-Fontanarossa (CTA), rund 80 bis 85 Kilometer entfernt und in etwa einer Stunde über die Autobahn erreichbar. Auch der Flughafen Palermo liegt über die A19 in vergleichbarer Fahrzeit. Mit dem Auto führt die Autostrada A19 Palermo-Catania direkt an Enna vorbei; von der Abfahrt schraubt sich die Straße dann hinauf zur Altstadt. Wer mit der Bahn kommt, landet am Bahnhof im Tal (Enna Bassa), der rund fünf Kilometer unterhalb der Altstadt liegt; ein Bus oder Taxi bringt dich von dort hinauf nach Enna Alta. In der oberen Stadt parkst du am besten an den Rändern und gehst zu Fuß weiter, da die engen Gassen für Autos kaum geeignet sind.
Aus Österreich und der Schweiz fliegst du am einfachsten ab Wien, Zürich oder Genf nach Catania oder Palermo und nimmst dort einen Mietwagen; die Autobahn bringt dich ohne Umwege bis vor die Tore der Stadt. Für die Anreise ohne eigenes Auto verkehren zudem Fernbusse zwischen den Flughäfen und Enna.
Die beste Reisezeit sind das Frühjahr von April bis Juni sowie der Herbst im September und Oktober, wenn die Temperaturen mild und die Fernsicht klar sind. Dank ihrer Höhenlage bleibt Enna im Hochsommer spürbar kühler als die Küste, kann an heißen Tagen aber trotzdem flirren. Im Winter wird es auf dem Berg empfindlich kalt, Nebel und gelegentlich sogar Schnee sind möglich, dafür hast du die Aussichtsterrasse Siziliens dann fast für dich allein.
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Die Villa Romana del Casale gehört seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe..
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UNESCO Weltkulturerbe
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Wetterdaten © OpenWeather, aktualisiert alle 6 Std.
Klima im Jahresverlauf, Monatstabelle und die Monate, die zu deinem Urlaub passen.
Am angenehmsten: Mai bis Juni sowie September bis Oktober.
Tipp: Juli und August werden sehr heiß; Frühling und Herbst sind am angenehmsten.
In Enna ist der August mit 28 Grad am Tag der wärmste Monat, am kühlsten bleibt es im Januar mit 9 Grad. Am meisten Regen fällt im Oktober (83 mm), am wenigsten im Juli (4 mm).
| Monat | Tag | Nacht | Regen | Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| Jan | 9 °C | 4 °C | 71 mm | Winter |
| Feb | 10 °C | 3 °C | 58 mm | Winter |
| Mär | 12 °C | 5 °C | 44 mm | Kühl |
| Apr | 15 °C | 7 °C | 46 mm | Kühl |
| Mai | 20 °C | 11 °C | 25 mm | Angenehm |
| Jun | 25 °C | 15 °C | 12 mm | Angenehm |
| Jul | 28 °C | 18 °C | 4 mm | Warm |
| Aug | 28 °C | 19 °C | 11 mm | Warm |
| Sep | 24 °C | 16 °C | 44 mm | Angenehm |
| Okt | 20 °C | 13 °C | 83 mm | Angenehm |
| Nov | 15 °C | 9 °C | 77 mm | Kühl |
| Dez | 11 °C | 5 °C | 76 mm | Kühl |
Klimanormalwerte 1991 bis 2020 (Tageshöchst- und Tiefstwerte, Monatsniederschlag) aus TerraClimate, 4-km-Raster, gerundet, höhenkorrigiert auf 908 m.
Unterkunft in Enna zur besten Reisezeit Eine Woche, Samstag bis Samstag, zwei Personen. Datum lässt sich bei Booking.com anpassen.
| Region | Sizilien |
| Provinz | Enna |
| Einwohnerzahl | 27.586 |
| Provinzkürzel | EN |
| Postleitzahl | 94100, 94010 |
| Vorwahl | 0935 |
| Prominente Bürger | Eunus (Sklave) |
| Spezialitäten des Ortes | Piacentino ennese Cassatella di Agria |
| Geschichte | Schon in prähistorischer Zeit besiedelt und in 1926 von Castrogiovanni in Enna umbenannt |
| Lage | Im Landesinneren von Sizilien gelegen, daher auch als Nabel Siziliens bekannt |
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