Landschaft in der Basilikata | italien.de

Basilikata


Einst waren die Höhlensiedlungen (Sassi) von Matera das Zuhause der verarmten Bevölkerung der süditalienischen Basilikata. Seit Mel Gibsons Verfilmung „Die Passion Christi“ im Jahr 2004 sind die Wohngrotten „im Knöchelbereich des italienischen Stiefels“ Kult. Sie haben sich in urige Cafés, Pizzerien, Boutiquen, elegante Galerien und Vinotheken verwandelt. Dort wo es früher weder Wasser noch eine Heizung gab - und wo so manches Mal ein Esel nach getaner Landarbeit geparkt wurde, amüsieren sich nun Touristen aus aller Welt. Auch Wein und Olivenöl  wurden hier, der kühlen, dunklen Umgebung wegen, in großen Bauchflaschen und Tonfässern gelagert. Doch diese Zeiten sind aufgrund eines Dekrets der italienischen Regierung seit den 1960ern vorbei. Matera liegt rund 60 Kilometer von Bari und etwa 200 Kilometer von...

Einst waren die Höhlensiedlungen (Sassi) von Matera das Zuhause der verarmten Bevölkerung der süditalienischen Basilikata. Seit Mel Gibsons Verfilmung „Die Passion Christi“ im Jahr 2004 sind die Wohngrotten „im Knöchelbereich des italienischen Stiefels“ Kult. Sie haben sich in urige Cafés, Pizzerien, Boutiquen, elegante Galerien und Vinotheken verwandelt. Dort wo es früher weder Wasser noch eine Heizung gab - und wo so manches Mal ein Esel nach getaner Landarbeit geparkt wurde, amüsieren sich nun Touristen aus aller Welt. Auch Wein und Olivenöl  wurden hier, der kühlen, dunklen Umgebung wegen, in großen Bauchflaschen und Tonfässern gelagert. Doch diese Zeiten sind aufgrund eines Dekrets der italienischen Regierung seit den 1960ern vorbei.

Matera liegt rund 60 Kilometer von Bari und etwa 200 Kilometer von Neapel entfernt, auf einem idyllischen Hochplateau. Sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Matera. Die zweite Provinz der Basilikata heißt Potenza. Die Basilikata selbst liegt zwischen Kalabrien und Apulien und wird meist leider nur auf der Durchreise wahrgenommen. Das ist vor allem wegen des archäologischen Reichtums der Region schade. Nach einer byzantinischen Ära, aus der der Name Basilikata stammt, nach langobardischen und normannischen Eroberungen fiel das zehntausend Quadratkilometer große Gebiet 1861 an das Königreich Neapel. Zeugnisse aus der frühesten Entstehungsgeschichte der Menschheit sind hier ebenso zu finden wie hellenische Tempel oder mittelalterliche Keramik - ein Paradies für sozio-kulturell und archäologisch Interessierte!

Antike Mehrfamilienhäuser in Höhlen

In Matera gehören seit 1993 die in einer Art Hochhaus übereinander geschichteten Wohnhöhlen mit ihren breiten Treppen und angeschlossenen Gassen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Bis Mitte des letzten Jahrhunderts bestanden sie oft nur aus einem einzigen Raum, der in aufwändiger handwerklicher Arbeit in den Fels geschlagen wurde. Ergänzend zu den Sassi wurden viele Kirchen in Felsräumen erschaffen. Zu den wichtigsten, die sich in Sasso Caveoso in der Provinz Matera befinden, zählen die Bergkirche „Santa Lucia delle Malve“ aus dem achten Jahrhundert. Auch die Kirche „Madonna dell’Idris“, die mit Fresken aus verschiedenen Epochen reich verziert ist, sowie die vier Bergkirchen des „Convicinio di Sant' Antonio“ gehören dazu.

Höhlenkirchen und Jungsteinzeitdörfer

In der Stadt Matera befindet sich der Adelspalast „Lanfranchi“, der wegen seiner 100 Exponate vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert als kunsthistorisches Schatzkästchen gilt. Sehenswert ist für Kunst- und Geschichtsfans sicher auch das archäologische Landesmuseum „Domenico a Ridola” und das Museum der Plastischen Gegenwartskunst Materas. Unweit davon findet man den archäologisch-historischen Landschaftspark mit seinen 160 Bergkirchen, die drei Jungsteinzeitdörfer Serra d’Alto, Timmari und Murgia Timone und viele antike Gräber. Südöstlich von Matera eignen sich mehrere mittelalterliche Orte für eine individuelle Entdeckungstour, wie etwa Montescaglioso, Miglionico und Tricarico. Wer sich auf Spurensuche in eine vergangene Welt einlässt, wird plötzlich das spannende Gefühl haben, im Roman „Der Name der Rose“ von Umberto Eco gelandet zu sein.

Tempel von Aphrodite, Hera und Apollo

Sehenswert ist in der Basilikata auch die Küste des ionischen Meeres mit ihren archäologischen Funden. Im Ausgrabungsgebiet „Metaponto“ finden sich beeindruckende historische Zeugnisse, die an die Zeit der Vestalinnen, der Tempel-Feuerhüterinnen der Antike, erinnern: der Hera-Tempel, der Apollo-Tempel und der ionische Aphrodite-Tempel aus dem vierten Jahrhundert nach Christus. Wegen seiner interessanten Burg „Casale di Policoro“ lohnt sich ein Ausflug nach Policoro. Ein archäologischer Park in diesem Ort hält noch  mehr griechische Ruinen für eine phantasievolle Reise in die Vergangenheit bereit.


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Informationen über Basilikata

Hauptstadt Potenza
Provinzen Potenza
Matera
Italienischer Name Basilicata
Fläche km² 9994,61
Einwohner­zahl 573.694
Berge Monte Alpi
Gebirge Apennin
Flüsse Bradano
Küste tyrrhenische Küste
Ionisches Meer
Nationalparks Parco Nazionale del Pollino
Kulinarik Aglianico del Vulture
Bekannte Unternehmen Fiat Automobile

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