Süditalien
Region Basilikata

Süditalien

Süditalien: Regionen des italienischen Mezzogiorno

Dolce Vita Italien ist bekannt für seine lockere Lebensweise. Die Italiener lieben das süße Leben. Nicht nur die kulinarischen Spezialitäten des Landes, sondern auch ein reges Nachtleben und natürlich die italienische Modewelt laden ein, das Land und seine Leute besser kennen zu lernen und dem Charme der italienischen Lebensweise zu erliegen.  Pasta in unzähligen Variationen Essen und Trinken Kaum eine „Cucina“ bietet so viele Spezialitäten und Köstlichkeiten, die international beliebt sind, wie die italienische Küche. Zu den kulinarischen Genüssen zählen Antipasti, italienischer Käse, Fleisch und Wurst und ebenso wie italienische Pasta und Pizza. Bei Käse setzen die Italiener auf Vielfältigkeit und so ist das Angebot an Hart- und Weichkäse unglaublich abwechslungsreich. Die Vielfalt setzt sich bei der Pasta fort. Ob...

Dolce Vita

Italien ist bekannt für seine lockere Lebensweise. Die Italiener lieben das süße Leben. Nicht nur die kulinarischen Spezialitäten des Landes, sondern auch ein reges Nachtleben und natürlich die italienische Modewelt laden ein, das Land und seine Leute besser kennen zu lernen und dem Charme der italienischen Lebensweise zu erliegen. 

Italienische Pasta mit verschiedenen Saucen
Pasta in unzähligen Variationen

Essen und Trinken

Kaum eine „Cucina“ bietet so viele Spezialitäten und Köstlichkeiten, die international beliebt sind, wie die italienische Küche. Zu den kulinarischen Genüssen zählen Antipasti, italienischer Käse, Fleisch und Wurst und ebenso wie italienische Pasta und Pizza. Bei Käse setzen die Italiener auf Vielfältigkeit und so ist das Angebot an Hart- und Weichkäse unglaublich abwechslungsreich. Die Vielfalt setzt sich bei der Pasta fort. Ob Lasagne, Farfalle oder Fusilli, Nudeln gehören zum Lebenselixier des Dolce Vitas. Überall beliebt sind auch Wurst und Fleischsorten wie der Parmaschinken, aber auch Mortadella, Salami und Carpaccios aller Art. Doch die Vielfalt des Essens findet sich auch bei den Spirituosen wieder. Die italienischen Weine sind qualitativ hochwertig und international populär. Besonders bekannte Weine sind der Chianti, der Barolo und der Schaumwein Prosecco.

Nachtleben in Italien
Italiens Nächte, von der Bar bis zur Beachdisco

Nachtleben

Die Italiener zelebrieren auch abends und nachts das Dolce Vita. Darunter versteht der Italiener lockeres Zusammensein bei Tisch. Gerne trifft man sich zum Abendessen mit Familie und Freunden und tauscht sich aus. Dazu pflegt sich ein Gläschen Wein. Der spätere Abend wird gern in einer Bar oder Disco weitergeführt. Besonders die zahlreichen Bars laden zu Unterhaltung und moderatem Trinken ein. Wer es etwas heißer mag findet in Rom, Rimini oder Jesolo sicher die richtige Party mit gutgelaunten, tanzwütigen Gästen. Jesolo punktet mit der angesagten Disco Il Muretto, in der man Blick auf die italienischen Sterne hat. Italiens Nachtleben hat so für jedermann etwas zu bieten.

Shopping

Das Dolce Vita bedeutet vor allem das Leben zu genießen und dazu gehört auch shoppen. Man sieht sich die schönen Dinge nicht nur gerne an, sondern man will sie auch genießen. Egal ob Mode, Kulinarisches, Traditionelles oder Kunsthandwerk, die Angebotspalette von italienischen Produkten scheint schier unendlich. Gerne wird ein Qualitätswein und Edelschinken auf einem traditionellen Markt gekauft. In Venedig werden die berühmten, handgemachten Masken angeboten und in Mailand präsentiert sich die Designermode in den Edelboutiquen.

Italienische Mode
Italienische Mode, zuhause in Mailand

Mode

Italien ist für seine Mode mindestens genauso bekannt wie für seine kulinarischen Köstlichkeiten. Bei Italien denkt man sofort an die Laufstege in Mailand. Ob Designerschuhe, Taschen oder Kleider, die italienische Mode ist eine der geschmackvollsten weltweit. Die bekanntesten Designer und Marken sind sicherlich Versace, Giorgio Armani, Dolce & Gabbana, Gucci und Prada und lassen jede Frau sofort träumen. Mailand zeigt viermal jährlich was die italienische Mode so zu bieten hat. Italien bietet aber auch in zahlreichen Outlets erschwingliche Designermode an. Auch die Boutiquen reduzieren ab und an ihre Kleider und so wird manches Wunschkleidungsstück bezahlbar.

Design

Italienisches Design steht für hohe Qualität und guten Geschmack. In den verschiedensten Sektoren findet sich italienisches Design wieder. Weltbekannt ist Italiens Mode von Versace, Prada, Gucci oder Armani. Frauenherzen schlagen beim Nennen dieser Designernamen höher. Aber nicht nur Frau kommt hier voll auf ihre Kosten, sondern auch Männer. Wer auf schnelle Sportwagen steht, ist in Italien sicher an der richtigen Adresse. Ferrari, Maserati und Co gehören zu den beliebtesten Edelmarken auf dem Automarkt. Schickes Design und elegante Präsentationen laden hier zum Zücken der Kreditkarte. Für alle die es gerne etwas ruhiger haben wollen bieten die italienischen Cafés Espresso aus ihren Designerespressomaschinen. Hier kommen Kaffeeliebhaber voll auf ihren Geschmack. Auch Küchen und Bäder designen die Italiener geschmackvoll. Das italienische Interieur ist gekennzeichnet von klaren Linien und Luxus. 

Süditalien, von den Italienern Mezzogiorno genannt, umfasst die südliche Hälfte des Stiefels und die beiden großen Inseln im Mittelmeer. Zu den Kernregionen zählen Kampanien, Apulien, die Basilikata, Kalabrien und das kleine Molise, dazu kommen die Inseln Sizilien und Sardinien. Wer den Süden bereist, findet ein anderes Italien als im wohlhabenden Norden: ursprünglicher, langsamer, herzlicher und über Jahrtausende von wechselnden Herrschern geprägt. Griechen, Römer, Byzantiner, Normannen und die Bourbonen haben ihre Spuren hinterlassen, das Meer ist fast überall nah und die Küche gilt als eine der ehrlichsten des Landes. Diese Seite gibt einen Überblick über die Teilregionen des Südens und führt weiter zu den einzelnen Zielen.

Der Mezzogiorno im Überblick

Der Begriff Mezzogiorno, wörtlich „Mittag“, steht für den italienischen Süden mit seinem hellen Licht und seiner mediterranen Prägung. Geografisch reicht er vom Golf von Neapel bis zur Stiefelspitze und schließt die Inseln ein. Über Jahrhunderte gehörte fast der gesamte Süden zum Königreich Neapel und später zum Königreich beider Sizilien, das erst 1861 im vereinten Italien aufging. Diese gemeinsame Geschichte verbindet die Regionen bis heute, auch wenn jede ihren eigenen Charakter, ihre Dialekte und ihre Spezialitäten bewahrt hat. Landschaftlich wechseln sich lange Küsten an drei Meeren mit rauen Gebirgen im Landesinneren ab. Der Süden ist wärmer und trockener als der Norden, die Sommer sind lang, das Frühjahr blüht früh und selbst die Winter bleiben mild. Die folgende Übersicht führt zu den Regionen und ihren wichtigsten Orten.

  • Kampanien: Neapel, die Amalfiküste, Pompeji und der Vesuv
  • Apulien: Trulli, das Salento sowie Bari und Lecce
  • Basilikata: Matera und die Höhlenstadt der Sassi
  • Kalabrien: Tropea und die Costa degli Dei
  • Molise: die kleine, kaum bereiste Region an der Adria
  • Sizilien: größte Mittelmeerinsel mit Ätna und antiken Tempeln
  • Sardinien: Trauminsel im westlichen Mittelmeer

Kampanien mit Neapel und der Amalfiküste

Kampanien ist für viele das Tor zum Süden und zugleich seine bekannteste Region. Im Mittelpunkt steht Neapel, die drittgrößte Stadt Italiens, laut, lebendig und voller Geschichte, die als Geburtsort der Pizza gilt. Vor der Stadt erhebt sich der Vesuv, jener rund 1.281 Meter hohe Vulkan, dessen Ausbruch im Jahr 79 nach Christus die Städte Pompeji und Herculaneum unter Asche begrub. Die Ausgrabungen zählen heute zu den berühmtesten Zeugnissen der Antike und stehen auf der Liste des UNESCO-Welterbes. Südlich von Neapel folgt die Amalfiküste mit ihren an die Felsen geklammerten Orten, farbenfrohen Häusern und Zitronengärten über dem tiefblauen Meer. Als Ausgangspunkt für die Küste und die vorgelagerten Inseln dient häufig Salerno. Weiter südlich schließt sich der Nationalpark Cilento an, in dem mit Paestum eine der besterhaltenen griechischen Tempelstädte Europas liegt.

Apulien: Trulli, Salento und das weite Meer

Apulien bildet den Absatz und die Ferse des italienischen Stiefels und gehört längst zu den beliebtesten Zielen des Südens. Die Region streckt sich zwischen Adria und Ionischem Meer und lockt mit langen Sandstränden, kristallklarem Wasser und endlosen Olivenhainen. Regionshauptstadt ist die Hafenstadt Bari mit ihrer verwinkelten Altstadt rund um die Basilika des heiligen Nikolaus. Im Süden liegt das barocke Lecce, dessen Kirchen und Paläste aus weichem, honigfarbenem Kalkstein der Stadt den Beinamen „Florenz des Südens“ eingetragen haben. Rund um Lecce erstreckt sich das Salento, die sonnenverwöhnte Spitze mit einigen der schönsten Strände des Landes. Das heimliche Wahrzeichen Apuliens aber steht im Valle d'Itria: die Trulli von Alberobello, kegelförmige Rundhäuser aus Trockenmauerwerk, die 1996 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurden. Über 1.500 dieser einzigartigen Bauten prägen das Ortsbild und machen Alberobello zu einem der meistfotografierten Ziele des Südens.

Basilikata und die Höhlenstadt Matera

Die Basilikata ist eine der am dünnsten besiedelten und ursprünglichsten Regionen Italiens. Bergig, karg und still, gehört sie zu den letzten großen Geheimtipps des Landes. Ihr Ruhm gründet vor allem auf einer einzigen Stadt: Matera mit den Sassi, den in den weichen Kalkstein gegrabenen Höhlenwohnungen. Matera gilt als eine der ältesten durchgehend bewohnten Siedlungen der Welt, erste Spuren reichen mehrere Jahrtausende zurück. Lange galten die Sassi als Schande der Nation, weil die Menschen dort in großer Armut lebten, bis die Häuser saniert und 1993 zum UNESCO-Welterbe erhoben wurden. Heute beherbergen die Höhlen Hotels, Restaurants und Museen, und Matera zählt zu den stimmungsvollsten Orten Süditaliens. Neben der berühmten Stadt bietet die Basilikata eine wilde Bergwelt, kleine Badeorte am Ionischen Meer und ein Stück Tyrrhenische Küste rund um Maratea.

Kalabrien zwischen zwei Meeren

Kalabrien bildet die Spitze des Stiefels und gilt als die wildeste Region des Festlands. Zwischen dem Tyrrhenischen und dem Ionischen Meer erheben sich die Gebirge des Aspromonte, der Sila und des Pollino, während die Küsten mit klarem Wasser und einsamen Buchten aufwarten. Das bekannteste Ziel ist Tropea, oft als Perle der Costa degli Dei bezeichnet, der Küste der Götter. Der Ort thront auf einem Felsen über einem weißen Sandstrand, davor liegt das ehemalige Klosterkirchlein Santa Maria dell'Isola auf seiner Landzunge. Kalabrien ist stärker als andere Regionen von der griechischen Antike geprägt, die berühmten Bronzestatuen von Riace zeugen davon. Wer Ursprünglichkeit sucht, findet sie hier in Bergdörfern, in einer würzigen Küche mit viel Peperoncino und in einer Landschaft, die trotz wachsender Beliebtheit noch weitgehend unberührt geblieben ist.

Molise und die Inseln des Südens

Das kleine Molise ist Italiens zweitkleinste und wohl unbekannteste Region. Es liegt an der Adria zwischen den Abruzzen und Apulien und blieb vom Massentourismus fast völlig verschont. Genau darin liegt sein Reiz: stille Bergdörfer, ursprüngliche Bräuche, kurze Küstenabschnitte und eine bodenständige Küche laden zum langsamen Reisen ein. Ganz anders präsentieren sich die beiden großen Inseln, die geografisch zum Süden zählen. Sizilien, die größte Insel des Mittelmeers, vereint griechische Tempel, arabisch geprägte Städte, den mächtigen Vulkan Ätna und eine der reichhaltigsten Küchen Italiens. Sardinien wiederum ist berühmt für sein türkisfarbenes Meer, seine Traumstrände und die geheimnisvollen Nuraghen aus der Bronzezeit. Beide Inseln sind eigenständige Reiseziele, die weit mehr Zeit verdienen als einen kurzen Abstecher.

Küche und Kultur des Südens

Die Küche Süditaliens gilt als Ursprung dessen, was weltweit als typisch italienisch gilt. Hier entstand die Pizza in Neapel, hier wird die Pasta traditionell nur mit Hartweizen und Wasser bereitet, wie bei den apulischen Orecchiette, den kleinen Öhrchennudeln. Tomaten, Olivenöl, Meeresfrüchte, Auberginen und reichlich Peperoncino bestimmen die Gerichte, dazu kommen Schafskäse, Zitrusfrüchte und im Süden allgegenwärtig der Fisch. Die als besonders gesund geltende mediterrane Ernährung wurde einst hier im Cilento wissenschaftlich beschrieben. Kulturell ist der Süden ein Schichtwerk der Völker: Die Griechen der Magna Graecia hinterließen Tempel und Theater, die Römer Straßen und Städte, Byzantiner und Araber brachten Kunst und Küche, Normannen und Staufer errichteten Kathedralen und Burgen. Diese Vielfalt macht eine Reise durch den Mezzogiorno so abwechslungsreich, dass sich hinter jeder Region eine eigene Welt öffnet.

Anreise und beste Reisezeit

Süditalien ist gut erreichbar, auch wenn die Wege von Deutschland aus länger sind als in den Norden. Wichtigste Drehkreuze sind die Flughäfen von Neapel, Bari, Brindisi und Lamezia Terme in Kalabrien sowie die Airports auf Sizilien und Sardinien, die von vielen deutschen Städten angeflogen werden. Mit der Bahn führt die Hauptstrecke von Rom über Neapel weiter nach Kalabrien, Schnellzüge verbinden auch Bari und Lecce mit dem Norden. Wer mit dem Auto anreist, nutzt die Autobahn von Rom Richtung Süden, muss aber je nach Ziel mit einer langen Fahrt rechnen. Die Inseln erreicht man zusätzlich per Fähre von Häfen wie Neapel, Salerno oder Civitavecchia. Ausführliche Hinweise zu Wegen und Verbindungen bietet die Seite zur Anreise nach Italien.

Die angenehmste Reisezeit sind das Frühjahr von April bis Juni sowie der Herbst von September bis Oktober. Dann ist es warm, aber nicht drückend heiß, das Meer bereits oder noch angenehm temperiert und die Ziele sind weniger überlaufen. Der Hochsommer bringt viel Sonne und ideale Badebedingungen, kann im Landesinneren jedoch sehr heiß werden, während sich an den Küsten die Urlauber ballen. Der Winter ist mild und ruhig und eignet sich gut für Städtereisen nach Neapel, Lecce oder Matera, wenn die großen Besucherströme ausbleiben und der Süden sein ursprüngliches Gesicht zeigt.

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Über den Autor

Jürgen Lex

Mitgründer von italien.de Reiseziele und Weingüter

Jürgens Liebe zu Italien begann bereits in der Kindheit mit den alljährlichen Ferien in Lido di Jesolo. Seither hat er das Land von den Dolomiten bis in den tiefen Süden bereist, doch seine Neugier ist bis heute ungebrochen. Abseits der bekannten Routen entdeckt er immer wieder neue Lieblingsorte. Und an einem interessanten Weingut führt für ihn kaum ein Weg vorbei.

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Süditalien: Häufige Fragen

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Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Süditalien?
Zu den bekanntesten zählen Craco, Nationalpark Cilento und Vallo di Diano und Venusia. Die vollständige Übersicht findest du im Abschnitt Sehenswürdigkeiten.
Wann ist die beste Reisezeit für Süditalien?
Am angenehmsten sind März bis Mai sowie Oktober bis November. Im Hochsommer erreichen die Tageshöchstwerte bis zu 31 Grad, der Winter fällt ruhiger und kühler aus.
Wie viele Tage sollte man für Süditalien einplanen?
Für die wichtigsten Höhepunkte solltest du zwei bis drei Tage einplanen. Wer auch die Umgebung erkunden möchte, bleibt gern länger.

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